Netzentwicklung Engadin

Im Zusammenhang mit der von Swissgrid geplanten Verstärkung der 380-kV-Höchstspannungsleitung Pradella-La Punt wurde auch die langfristige Entwicklung des Talversorgungsnetzes der EKW untersucht.

Dabei wurde festgestellt, dass sich der technische Zustand des Netzes aufgrund des Alters zunehmend verschlechtert. Um auch in Zukunft die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, sind umfangreiche Erneuerung bzw. Verstärkungen notwendig.

Das Ziel des Projekts ist die langfristige Sicherstellung eines effizienten und kostengünstigen Netzbetriebs. So wird in der Schaltanlage Pradella die 380-kV-Anlage in Zusammenarbeit mit Swissgrid erneuert.

Weiter werden neue Transformatoren und eine neue 110-kV-gasisolierte Schaltanlage montiert, die der Zu- und Ableitung der Energie aus den Kraftwerken Ova Spin und Martina sowie der Einspeisung in die Talversorgung dienen. Die 220-kV-Schaltanlage Ova Spin wird ebenfalls angepasst und künftig mit einer Spannung von 110-kV betrieben.

Zudem werden die 110- und 16-kV-Talleitungen zwischen Pradella und Bever als unterirdische Kabelleitungen realisiert, was aus Sicht der Umweltverträglichkeit zahlreiche Vorteile hat. Die an diesen Leitungen angeschlossenen Unterwerke müssen ebenfalls angepasst werden.

Die Investitionen zulasten der EKW betragen rund CHF 31 Mio. Die Planung ist bereits weit fortgeschritten. Die Realisierungsarbeiten beginnen im Frühjahr 2015 und werden sich über rund 10 Jahre erstrecken.